IT, KI und Software
SituationFür meine Arbeit als Berater, Moderator und Autor brauche ich Fachliteratur, Mails, Gesprächsprotokolle und frühere Texte schnell an einer Stelle. Seit 2025 entwickle ich dafür mit KI-Agenten eigene Software.
VorgehenIch lege Anforderungen und Aufbau fest, steuere die Agenten, unter anderem Claude Code, und prüfe ihre Ergebnisse. Gearbeitet wird mit einer Versionsverwaltung in Git und mit Sicherheitsprüfungen. Mehrere MCP-Server, also Schnittstellen, über die ein KI-Agent auf andere Programme zugreift, verbinden die Werkzeuge miteinander.
ErgebnisEntstanden sind unter anderem ein RAG-System, also ein Chatbot, der aus meiner eigenen Wissenssammlung antwortet, und ein System, in dem mehrere Sprachmodelle einander Aufträge übergeben und ihre Ergebnisse prüfen. Die Werkzeuge laufen in meinem Arbeitsalltag, etwa für Recherche, Mails und Gesprächsprotokolle, und bisher nutze nur ich sie.
Mehr im Feld →Change und Transformation
SituationEin Werk eines Maschinenbauunternehmens wollte 2025 einen internen KI-Chatbot einführen, der Antworten aus dem Wissen des Unternehmens holt. Angebote von Implementierungspartnern lagen vor, aber offen war, was davon im Betrieb geregelt werden muss.
VorgehenDer Betriebsrat hatte mich über eine Bildungsakademie dazugeholt. Ich habe die Angebote analysiert und neben die Regeln gelegt, die im Betrieb schon galten. Danach habe ich im September 2025 einen zweitägigen Workshop mit rund 15 Personen aus Betriebsrat und Personalabteilung moderiert, in dem wir festgelegt haben, was zu regeln ist und in welcher Reihenfolge.
ErgebnisDie Beteiligten vereinbarten, den Pilotbetrieb mit verbindlichen Absprachen zu starten und die Betriebsvereinbarung schrittweise daneben zu entwickeln. Heute ist der Chatbot dort täglich im Einsatz.
Mehr im Feld →Mitbestimmung und Arbeitsbeziehungen
SituationUnternehmen aus Industrie und Produktion führen Microsoft 365 und Teams ein, und seit Microsoft Copilot für Firmenkonten anbietet, kommt KI in die Programme, mit denen die Belegschaft ohnehin arbeitet. Für den Betriebsrat ist dann oft unklar, was diese Programme über die Beschäftigten erfassen.
VorgehenIch analysiere die geplanten Funktionen und Anbindungen, moderiere gemeinsame Workshops von Betriebsrat und Personalabteilung und entwerfe Muster für Betriebsvereinbarungen. Für die Gremien schreibe ich Handouts, die die Funktionen und die offenen Fragen in Alltagssprache erklären.
ErgebnisAuf Grundlage dieser Entwürfe verhandeln die Betriebsparteien Vereinbarungen über Einführung, Testphasen, Abläufe und Governance, also darüber, wer das System steuert und prüft.
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